Verlag Philipp von Zabern


Funktionsanalyse barbarisierter, barbarischer Denare mittels numismatischer und metallurgischer Methoden
€ 28,50

Bibliografische Daten

01.01.2003
147 Seiten
br.
Deutsch, Englisch;
15 Tafeln;
ISBN 978-3-8053-3243-9
Karlhorst Stribrny

Funktionsanalyse barbarisierter, barbarischer Denare mittels numismatischer und metallurgischer Methoden

Zur Erforschung der sarmatisch-germanischen Kontakte im 3. Jahrhundert n. Chr.

Band 18 der Reihe

K. Stribrny stellt 44 stempelverbundene Denar-Imitationen aus Ungarn, Polen, Schweden und Norddeutschland in ihren geldgeschichtlichen Kontext.
Mit Prägestempeln, die in den 20er Jahren des 3. Jhs. n. Chr. von offiziellen Vorbildern des 2. Jhs. n. Chr. in der ungarischen Tiefebene außerhalb des Römischen Reiches abgeformt wurden, produzierten die sarmatischen Jazygen Münzen, die als Wertsache in der Germania Magna Verbreitung fanden. Das Vorkommen dieser barbarisierten Denare spiegelt damit wohl langjährige sarmatisch-germanische Kontakte aus der Zeit der Markomannenkriege wider, die mittlerweile auch in weiterem archäologischen Fundmaterial nachweisbar sind.
Die Metallanalysen von H.-G. Bachmann und P. Hammer zeigen, daß die barbarischen Denar-Imitationen einen hohen Silbergehalt haben und daher nicht als minderwertige, betrügerische Fälschungen gelten können.

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