
Zeitschrift für Archäologie und Kulturgeschichte
Antike Wissenschaften
Der vielbeschworene Begriff der «Wissensgesellschaft» ist aktueller denn je: Deutschland und Europa befinden sich mit anderen Ländern und Kontinenten in einem Wettlauf um innovative Forschungsergebnisse und gewinnträchtige Erfindungen.
Das Titelthema «Antike Wissenschaften» möchte den Wurzeln unserer Wissensgesellschaft auf den Grund gehen. Namhafte Autoren stellen die revolutionären Entdeckungen des Altertums vor, die unsere Vorstellungen von der Erde und dem Weltall zum Teil bis heute prägen und unverzichtbare Grundlagen für die moderne Forschung darstellen.
Dass man bereits in der Antike über Atomphysik diskutierte, überrascht zunächst. Welchen unsichtbaren, unveränderlichen Bausteinen der Materie die Naturphilosophen Griechenlands auf der Spur waren, schildert der renommierte Schweizer Altphilologe Alfred Stückelberger.
In die Welt der Pflanzen nimmt uns Mechthild Siede mit: Sie macht uns in ihrem spanenden Beitrag mit dem aktuellen Forschungsstand über den «Vater der Botanik», Theophrast, bekannt, der die Pflanzenkunde auf eine wissenschaftliche Grundlage stellte.
Der Wissenschaftshistoriker Fritz Krafft stellt uns die orientalischen Grundlagen der Astronomie und die darauf zum Teil aufbauenden Entdeckungen der griechischen Astronomen und Philosophen vor.
Als Dankeschön an unsere treue Leserschaft möchten wir Ihnen dieses Mal zusätzlich eine kleine Überraschung präsentieren. Kostenlos zum Download auf dieser Seite stehen Ihnen zwei neue Beiträge zur antiken Medizin und Mathematik bereit.
Mit der Erfindung der Mathematik macht uns Menso Folkerts vertraut. Die griechische Medizin und ihre Einordnung zwischen Wissenschaft und religiösen Vorstellungen stellt uns der Medizinhistoriker Karl-Heinz Leven vor. Beide Texte finden Sie in der Leseprobe.
Erfahren Sie außerdem mehr über aktuelle Forschungsprojekte aus der Welt der Altertumswissenschaft – direkt von den Kampagnen und aus den Forschungseinrichtungen. Zwei interdisziplinäre Projekte – eines in Italien, das andere in Deutschland – gehen den Geheimnissen römischer Bronzestatuen auf den Grund und sind zu überraschenden Ergebnissen gelangt. Die Wüste des Sudan hingegen birgt archäologische Schätze ganz anderer Art: Ein deutsches Grabungsteam konnte in den letzten Jahren die Königsstadt Naga erforschen. Hier gingen ägyptische, griechisch-römische und afrikanische Traditionen eine fruchtbare Symbiose ein.